Es ist wieder Zeit für das Jugendwort des Jahres. 11- bis 20-Jährige reichen jährlich ihre persönlichen Vorschläge ein. Der Langenscheidt Verlag ermittelte 2025 eine sechsstellige Zahl an Einsendungen. Anfang September werden die Top-3-Begriffe veröffentlicht und das Voting – das online abgehalten wird – geht in die letzte Runde. Die Bekanntgabe des Gewinnerwortes, dem „Jugendwort 2025“, erfolgt am 18.10.2025 – übrigens auf der Frankfurter Buchmesse.

Aus tausenden Einsendungen hat die Jury die folgenden zehn Begriffe nominiert:

  1. „Checkst du?“
    Wird genutzt, um sicherzugehen, dass jemand wirklich versteht, worum es geht. Beispiel: „Ich erklär’s dir jetzt zum letzten Mal, checkst du?“
  2. „Das crazy“
    Allzweck‑Ausdruck, wenn man sprachlos ist oder keine Lust auf eine ausführlichere Reaktion hat – vergleichbar mit „Aha“ oder „Okay“ 
  3. „Digga(h)“
    Klassiker unter Jugendlichen: Slang für Bro, Kumpel, Alter – als Anrede oder Ausruf nutzbar. Beispiel: „Digga, was war das bitte für ein Move?!“
  4. „Goonen“
    Ursprünglich Slang für exzessive Selbstbefriedigung (Dopaminsucht), inzwischen gelegentlich allgemein verwendet. (Das Langenscheidt‑Gremium weist explizit auch auf Gesundheitsrisiken hin.)
  5. „Lowkey“
    Bedeutet „insgeheim“, „ein bisschen“ oder „dezent“. Beispiel: „Lowkey feiere ich das Outfit schon.“
  6. „Rede“
    Wörtlich „Sprich!“ oder Zustimmung: Ein verbaler Applaus, wenn jemand etwas trifft, was alle denken. Beispiel: „Lehrer sollten mehr verdienen!“ – „Rede!“
  7. „Schere“
    Ausdruck für das Eingeständnis eines Fehlers. Statt Ausreden zu suchen, „Schere!“ rufen – symbolisch die Schuld übernehmen.
  8. „Sybau“
    Abkürzung für „Shut your bitch ass up“ – bedeutet also „Sei leise“. Wird teils ironisch oder augenzwinkernd verwendet.
  9. „Tot“
    Nutzt man, um eine Situation als extrem peinlich, langweilig oder uncool zu beschreiben. Beispiel: „Alle auf der Party sitzen am Handy, Musik leise – tot.“
  10. „Tuff“
    Vom Englischen „tough“ abgeleitet, aber im deutschen Slang viel breiter: „krass“, „cool“ oder „beeindruckend“. Beispiel: „Der Trick war echt tuff, Bro.“

 

„Das Jugendwort“ wird übrigens – wie jedes Jahr –  von TAGESSCHAU-Sprecherin Susanne Daubner bekannt gegeben.

2024 wurde das Jugendwort des Jahres „Aura“. (Aura beschreibt die Ausstrahlung oder das Charisma einer Person – und wird häufig humorvoll gebraucht, etwa mit Plus oder Minus Zahlen: „minus 50 Aura!“)

Es wird sich zeigen, welches Wort 2025 der Sieger werden wird…